Empfangsbereich Klinik Basel – zentraler Hauptempfang für eine moderne Klinik
- inbyko
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Der Empfang einer Klinik ist weit mehr als eine klassische Anmeldung. Er bildet den ersten Berührungspunkt zwischen Patient und medizinischer Einrichtung und prägt den gesamten ersten Eindruck. Gleichzeitig entscheidet er wesentlich über Orientierung, Effizienz und das Sicherheitsempfinden der Besucher. Bei diesem Projekt in Basel bestand die Aufgabe darin, die bisher dezentral organisierte Patientenanmeldung vollständig neu zu strukturieren. Die medizinische Klinik erstreckt sich über fünf Geschosse und vereint verschiedene Fachdisziplinen unter einem Dach. Bis anhin verfügte jedes Stockwerk über einen eigenen Empfang, an welchem sich Patientinnen und Patienten separat anmelden mussten.
Mit dem Wachstum der Klinik und den steigenden Anforderungen an die Patientenlogistik entstand der Wunsch nach einem zentralen Empfangsbereich unmittelbar beim Haupteingang. Ziel war es, sämtliche Empfangsprozesse an einem Ort zusammenzuführen, moderne digitale Anmeldemöglichkeiten zu integrieren und gleichzeitig die Orientierung innerhalb des Gebäudes deutlich zu verbessern. Neben den funktionalen Anforderungen sollte sich die neue Gestaltung harmonisch in die bestehende Innenarchitektur einfügen und die Corporate Identity der Klinik konsequent weiterführen. Das gesamte Projekt wurde während des laufenden Betriebs realisiert – ohne Einschränkungen für Patienten oder Mitarbeitende.

Ausgangslage & Herausforderungen
Empfangsbereich Klinik Basel
Vor dem Umbau war die Patientenorganisation dezentral aufgebaut. Jede medizinische Fachrichtung verfügte auf ihrem jeweiligen Geschoss über einen eigenen Empfang. Besucher betraten das Gebäude, suchten zunächst das entsprechende Stockwerk und meldeten sich erst dort an.
Dieses System funktionierte zwar organisatorisch, brachte jedoch verschiedene Nachteile mit sich. Patientinnen und Patienten mussten sich bereits vor der eigentlichen Anmeldung innerhalb des Gebäudes orientieren. Neue Besucher kannten die verschiedenen Fachbereiche häufig nicht und waren auf zusätzliche Wegweiser oder persönliche Unterstützung angewiesen. Gleichzeitig entstanden Doppelspurigkeiten bei den Empfangsarbeitsplätzen sowie unnötige interne Abläufe. Gemeinsam mit der Bauherrschaft wurden deshalb folgende Ziele definiert:
Zentralisierung des gesamten Patientenempfangs
Verbesserung der Besucherführung
Optimierung der Arbeitsabläufe
Integration digitaler Check-in-Systeme
Schaffung eines modernen Backoffice-Bereichs
Steigerung des Wohlbefindens von Patienten und Mitarbeitenden
Eine besondere Herausforderung bestand darin, diese neue Organisation innerhalb der bestehenden Gebäudestruktur umzusetzen. Die vorhandenen Räume mussten möglichst effizient weitergenutzt werden, ohne die bestehenden Fluchtwege oder brandschutztechnischen Anforderungen zu beeinträchtigen. Zusätzlich spielte das Tageslicht eine wichtige Rolle. Trotz der bestehenden Raumgeometrie sollte eine helle, freundliche Atmosphäre entstehen, welche den oftmals emotionalen Klinikbesuch angenehmer gestaltet. Auch die Signaletik erhielt einen hohen Stellenwert. Der neue Empfang sollte nicht nur als Anlaufstelle dienen, sondern gleichzeitig eine intuitive Orientierung ermöglichen und Besucher sicher zu den jeweiligen Fachabteilungen führen.

Unser Lösungsansatz
Empfangsbereich Klinik Basel mit neuer Patientenführung
Bereits in der frühen Konzeptphase wurde deutlich, dass nicht ein vollständiger Umbau des Gebäudes, sondern eine intelligente Neuorganisation der bestehenden Flächen den grössten Mehrwert schaffen würde. Aus diesem Grund entwickelten wir mehrere Varianten, welche sowohl funktionale als auch wirtschaftliche Aspekte berücksichtigten. Ziel war es, möglichst viele bestehende Räumlichkeiten weiterzuverwenden und dennoch einen vollständig neuen Hauptempfang zu schaffen. Die schliesslich realisierte Lösung positioniert den neuen Empfang unmittelbar nach dem Haupteingang der Klinik. Besucher werden bereits beim Betreten des Gebäudes empfangen und können sich entweder persönlich an den Empfangsschaltern oder digital über moderne Check-in-Systeme anmelden.
Neu entstanden:
ein zentraler Frontoffice-Bereich
ein räumlich getrenntes Backoffice für Telefonie und Administration
digitale Selbstanmeldung für Patienten
neue Aufenthalts- und Wartezonen
zusätzliche Lager- und Archivflächen
optimierte Arbeitsplätze für Mitarbeitende
Ein besonderes Augenmerk lag auf der Materialisierung. Die bestehende Architektur wird von Sichtbeton und Gussasphalt geprägt. Um eine freundlichere Atmosphäre zu schaffen, entschieden wir uns bewusst für hochwertige Holzoberflächen als gestalterischen Kontrast. Das natürliche Material vermittelt Wärme und unterstützt gleichzeitig die gewünschte hochwertige Wirkung des Empfangsbereichs.
Ergänzend kamen Spiegeloberflächen zum Einsatz, welche die vorhandenen Raumdimensionen optisch erweitern und zusätzliches Licht reflektieren. Auch die Akustik wurde frühzeitig berücksichtigt. Textile Oberflächen, schallabsorbierende Trennwände sowie hochwertige Vorhangsysteme sorgen heute für eine angenehme Gesprächsatmosphäre sowohl im Empfangsbereich als auch im Backoffice.Das bestehende Lichtkonzept wurde gezielt weiterentwickelt. Während die Grundbeleuchtung weitgehend erhalten blieb, ergänzten indirekte Lichtquellen und akzentuierte Beleuchtung der Empfangstheke die neue Raumwirkung. Dadurch entstand eine gleichmässig ausgeleuchtete und einladende Empfangssituation, welche den Patienten bereits beim Eintritt Orientierung und Sicherheit vermittelt.

Wichtige Entscheidungen im Innenausbau vom Empfang
Ein Projekt dieser Grösse verlangt nach zahlreichen Entscheidungen, die weit über die reine Gestaltung hinausgehen. Bereits in der Konzeptphase musste gemeinsam mit der Bauherrschaft definiert werden, welche Eingriffe den grössten Mehrwert schaffen und gleichzeitig innerhalb des vorgesehenen Budgets realisierbar sind. Die wichtigste Entscheidung bestand darin, die bestehende Gebäudestruktur weitgehend zu erhalten und den neuen Hauptempfang innerhalb der vorhandenen Raumgeometrie zu entwickeln. Dadurch konnten erhebliche Eingriffe in die Gebäudesubstanz vermieden und die Investitionskosten reduziert werden.
Ebenso anspruchsvoll war die Integration sämtlicher brandschutztechnischer Anforderungen. Als öffentlich zugängliche medizinische Einrichtung unterliegt die Klinik strengen Vorgaben bezüglich Fluchtwegen, Brandabschnitten und technischen Installationen. Bereits in der frühen Planungsphase wurden deshalb sämtliche Anforderungen gemeinsam mit den zuständigen Fachplanern und Behörden geprüft.
Auch die Auswahl der eingesetzten Produkte spielte eine entscheidende Rolle. Sämtliche Türen, Einbauten und technischen Einrichtungen mussten die geforderten Normen erfüllen und für den Einsatz innerhalb von Fluchtwegen zugelassen sein. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Materialisierung. Die bestehende Architektur war geprägt von Sichtbeton, Glas und mineralischen Oberflächen. Ziel war es, den technisch wirkenden Bestand durch warme Materialien zu ergänzen, ohne den architektonischen Charakter des Gebäudes zu verlieren.
Die Entscheidung für hochwertige Holzoberflächen, kombiniert mit Spiegeln, Textilien und akustisch wirksamen Trennwänden, schafft heute eine deutlich freundlichere Atmosphäre und unterstützt gleichzeitig die Corporate Identity der Klinik. Auch die Integration digitaler Check-in-Systeme stellte einen wichtigen Meilenstein dar. Diese neue Form der Patientenanmeldung ergänzt den persönlichen Empfang und ermöglicht eine effiziente Besucherführung bereits beim Gebäudeeintritt.

Umsetzung & Zusammenarbeit mit Handwerkern
Die Realisierung erfolgte während des laufenden Klinikbetriebs – eine der grössten Herausforderungen des gesamten Projekts.
Während täglich Patientinnen und Patienten behandelt wurden, mussten sämtliche Umbauarbeiten so organisiert werden, dass der Betrieb jederzeit gewährleistet blieb. Lärm, Staub und Einschränkungen waren auf ein Minimum zu reduzieren. Dies erforderte eine enge Abstimmung aller Beteiligten. Am Projekt beteiligt waren unter anderem:
Trockenbauer
Gipser
Maler
Schreiner
Bodenleger
Elektrounternehmen
Spezialisten für Brandmelde- und Sicherheitstechnik
Lieferanten der digitalen Empfangssysteme
Vorhang- und Akustikspezialisten
Gebäudemanagement
Brandschutzfachplaner
INBYKO koordinierte sämtliche Projektbeteiligten und sorgte dafür, dass Termine, Ausführungsqualität und Budget jederzeit im Einklang blieben.
Besonders anspruchsvoll war die Abstimmung der unterschiedlichen Gewerke innerhalb eines eng definierten Terminplans. Viele Arbeiten mussten in genau festgelegter Reihenfolge erfolgen, damit technische Installationen, Schreinerarbeiten und Oberflächen nahtlos ineinandergreifen konnten. Durch die sorgfältige Projektplanung konnte der Klinikbetrieb während der gesamten Bauphase ohne wesentliche Einschränkungen aufrechterhalten werden. Diese präzise Koordination war ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts.

Ergebnis & Mehrwert für Kunden
Mit der Fertigstellung des neuen Hauptempfangs erhielt die Klinik eine zentrale Anlaufstelle, welche sämtliche Patientenströme bündelt und den gesamten Empfangsprozess neu organisiert. Bereits beim Betreten des Gebäudes werden Besucher heute intuitiv empfangen, informiert und zu den jeweiligen Fachbereichen geführt. Die neue Lösung verbessert sowohl die Orientierung als auch die internen Arbeitsabläufe erheblich. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
zentrale Patientenanmeldung
verbesserte Besucherführung
digitale Check-in-Möglichkeiten
effizientere Arbeitsprozesse
optimierte Backoffice-Struktur
ruhige und ergonomische Arbeitsplätze
höhere Aufenthaltsqualität
freundliche und moderne Atmosphäre
Auch gestalterisch fügt sich der neue Empfang selbstverständlich in die bestehende Architektur ein. Die Kombination aus natürlichen Materialien, hochwertiger Schreinerarbeit, ausgewählter Beleuchtung und klarer Signaletik verleiht dem Eingangsbereich eine zeitlose Identität.
Besonders erfreulich waren die Rückmeldungen nach der Inbetriebnahme. Sowohl Mitarbeitende als auch Patientinnen und Patienten schätzen die neue Organisation, die verbesserte Orientierung sowie die Möglichkeit der digitalen Anmeldung. Damit erfüllt der neue Hauptempfang nicht nur funktionale Anforderungen, sondern trägt wesentlich zur Servicequalität und zum gesamten Patientenerlebnis bei.
Fazit
Dieses Referenzprojekt zeigt eindrücklich, welchen Einfluss eine durchdachte Innenarchitektur auf die Organisation und Wahrnehmung einer medizinischen Einrichtung haben kann. Durch die Zentralisierung des Patientenempfangs konnten Abläufe vereinfacht, Besucherströme optimiert und gleichzeitig die Aufenthaltsqualität für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende nachhaltig verbessert werden. Entscheidend war dabei nicht nur die gestalterische Qualität, sondern vor allem das Zusammenspiel aus Raumorganisation, Materialisierung, Lichtplanung, Signaletik, Digitalisierung und präziser Projektkoordination. Die Umsetzung während des laufenden Klinikbetriebs verdeutlicht zudem, wie wichtig eine sorgfältige Planung und enge Zusammenarbeit aller Beteiligten ist. Das Projekt steht exemplarisch dafür, wie bestehende Gesundheitsbauten zukunftsorientiert weiterentwickelt werden können, ohne ihre Funktion während der Bauzeit einzuschränken.

Erkenntnisse aus diesem Projekt
Dieses Projekt hat erneut gezeigt, dass erfolgreiche Innenarchitektur weit über die Gestaltung einzelner Räume hinausgeht.
Ein zentraler Empfang verbessert die Orientierung und reduziert unnötige Wege für Patientinnen und Patienten.
Digitale Check-in-Systeme ergänzen den persönlichen Empfang sinnvoll und steigern die Effizienz.
Bereits kleine Anpassungen der Raumstruktur können grosse organisatorische Verbesserungen bewirken.
Holz, Textilien und ausgewählte Lichtkonzepte schaffen auch in medizinischen Einrichtungen eine angenehme und vertrauensvolle Atmosphäre.
Umbauten im laufenden Betrieb erfordern eine besonders präzise Planung, Kommunikation und Koordination aller Beteiligten.
Warum dieses Projekt für Bauherren interessant ist
Viele Gesundheitsbauten, Arztpraxen und Bürogebäude stehen heute vor ähnlichen Herausforderungen. Bestehende Strukturen müssen an neue Arbeitsweisen, digitale Prozesse und steigende Anforderungen an Servicequalität angepasst werden.
Dieses Projekt zeigt, dass dafür nicht zwingend ein kompletter Neubau erforderlich ist. Oft lassen sich bestehende Gebäude durch eine intelligente Neuorganisation der Räume, gezielte bauliche Eingriffe und eine sorgfältige Material- und Lichtplanung nachhaltig weiterentwickeln.
Eine frühzeitige Analyse der Abläufe, Besucherströme und räumlichen Potenziale schafft die Grundlage für wirtschaftliche Lösungen mit langfristigem Mehrwert – sowohl für Betreiber als auch für Nutzer.


